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Survival Wissen

2210, 2018

Umgang mit dem Messer

Das Messer ist das essentiellste Werkzeug in der Wildnis. Mit ihm kannst du alles Nötige herstellen. Aus diesem Grund solltest Du beim Umgang damit folgende Dinge beachten:
1. Nur ein scharfes Messer ist ein sicheres Messer!
2. Grabe damit niemals in der Erde!
3. Wenn das Messer nicht benutzt wird, befindet es sich in der Messerscheide!
4. Säubere die Klinge jedes Mal, bevor du das Messer wegsteckst!

Schärfetest
Um die Schärfe eines Messers testen zu können gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Da Outdoormesser jedoch für den anspruchsvollen Einsatz gemacht sind und härteren Materialien standhalten müssen, verfügt die Schneide über einen größeren Winkel als ein Küchenmesser. Daher ist der Papierschnitttest nicht immer angebracht. Wir wenden hier den einfachen Fingernageltest an. Lege das Messer mit der Schneide nun senkrecht auf deinem Fingernagel auf, welcher sich in einem 45° Winkel befinden sollte. Halte es dabei mit zwei Fingern am Griffende fest, so dass dessen Eigengewicht nicht beeinflusst wird. Rutscht die Klinge vom Fingernagel, muss das Messer nachgeschärft werden. Hält es allein durch sein Eigengewicht, kann es weiter verwendet werden.

Nachschärfen
Muss das Messer nachgeschärft werden, heißt das nicht dass es unbedingt mit einem Stein geschliffen werden muss. Ist die Schneide nicht beschädigt, reicht es in der Regel aus, den Grat der durch das Schleifen entstanden ist wieder aufzurichten. Beim Arbeiten wird dieser umgedrückt, wodurch das Messer stumpf wird. Der Grat kann wieder aufgerichtet werden, indem das Messer mit dem Klingenrücken voran mehrere Male über einen Lederriemen mit Schleifpaste gezogen wird. Jede Klingenseite sollte dabei gleich oft abgezogen werden. Wiederhole diesen Vorgang so oft, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wurde.

  

2106, 2017

Wichtige Tipps zum Zecken entfernen

  • Die Zecke niemals besprühen, mit Öl einschmieren oder abkratzen.
    (Sie geben dann durch erbrechen die Erreger direkt in die Blutbahn des Opfers ab)
  • Zecken nie versuchen durch drehen zu entfernen. Sie besitzen kein Drehgewinde.
  • Fasse das kleine Spinnentier immer mit einer feinen, spitzen Pinzette an der Einstichstelle direkt an der Haut.
  • Die Zecke bringt mit ihrem Speichel eine Art Klebstoff in die Wunde. Daher ist mit Widerstand beim herausziehen zu rechnen. Bleibe ruhig und ziehe den Blutsauger gerade nach oben aus der Haut.
  • Dokumentiere und fotografiere deine Zeckenbisse. Sollten später gesundheitliche Probleme auftreten, kannst Du so leichter mögliche Zusammenhänge zuordnen.
  • Eine primäre Stichreaktion tritt schon unmittelbar nach dem Stich auf und ist bedeutungslos. Diese Reaktion tritt auch nach Mückenstichen auf. In der Regel sind alle Hautrötungen, die vor dem siebten Tag auftreten, nicht borreliosebedingt!
  • Beobachte die Einstichstelle über Wochen und Monate. Das Erythema migrans (Wanderröte) kann allerdings am ganzen Körper auftreten. In 50 % aller Borreliose-Krankheitsfälle tritt es jedoch gar nicht auf.
  • Anzeichen einer Borrelieninfektion ist eine meist schmerzlose Rötung der Haut, die sich frühestens 7 Tage nach dem Zeckenstich zeigt. Zum Zeitpunkt des Erscheinens ist diese mindestens 4cm groß und breitet sich mit etwa 3mm/Tag aus.
  • Bei grippeähnlichen Symptomen, mit Müdigkeit und sonstigen massiven, diffusen Beschwerden, solltest Du an eine mögliche beginnende Borreliose denken! Wichtig ist nun, in den nächsten 4 Wochen aktiv zu werden, um ein weiteres Ausbreiten des Errregers zu verhindern.

 

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